In fünf Schritten zum perfekten Rasen.

Auch nach einem milden Winter wie von 2018 auf 2019, kommt der Rasen häufig etwas angeschlagen aus der kalten Jahreszeit zurück. Braune Flecken, kahle Stellen, schütterer Wuchs sind häufig das Resultat. Deshalb sollte besonders im Frühjahr intensive Rasenpflege betrieben werden, um bald wieder einen gleichmäßig grünen und satten Rasen zu haben. Diese 5 einfachen Tipps helfen dabei:


Schritt 1: Mähen

Der erste Schnitt ist entscheidend. Aufgrund des sehr warmen Winters sprießt das Gras schon jetzt fast überall in Deutschland. Eine Gartenregel besagt „Sobald das Gras wächst, sollte man auch den Rasen mähen“ – auf maximal 4-5 Zentimeter. Normalerweise ist der beste Zeitpunkt Ende März bis April.


Schritt 2: Vertikutieren
Nach dem Mähen ist das Vertikutieren an der Reihe. Wichtig dabei: Der Rasen muss nach dem Vertikutieren die Möglichkeit haben schnell nachzuwachsen – und dazu ist Feuchtigkeit notwendig. Anleitung zum maschinellen Vertikutieren:

  • Vertikutierer richtig einstellen, z.B. bei einem leicht verfilzten Rasen sollen die Messer 3 Millimeter tief in den Rasen schneiden
  • Im ersten Durchgang die Rasenfläche zunächst langsam in Längsrichtung bearbeiten
  • Im zweiten Durchgang die Rasenfläche in Querrichtung bearbeiten
  • Moos und Unkraut zusammenrechen und entsorgen


Schritt 3: Einsanden

Auf Golf- und Fußballplätzen ist es ohnehin unverzichtbar, deshalb nutzen bereits viele Hobbygärtner Sand für eine optimale Rasenfläche.

Nach dem Vertikutieren füllen Sie Quarzsand in ein Streugerät ein und bringen ihn auf dem Rasen aus. Eine Verteilung von Hand ist auch möglich, solange der Rasensand gleichmäßig und in einer dünnen Schicht verstreut wird. Eine Dosierung von 5 Litern je Quadratmeter reicht dabei vollkommen aus. Mit einem Besen oder Rechen kehren Sie den Rasensand anschließend sorgfältig ein.


Schritt 4: Düngen

Direkt im Anschluss ans Vertikutieren folgt die erste Düngung der Rasenfläche. Nach dem Winter braucht der Rasen Nährstoffe, um wieder zu Kräften zu kommen. Vorzugsweise werden beim Frühjahrdüngen mineralisch-organische Dünger verwendet, da diese von den Graswurzeln am besten aufgenommen werden. Zu Beginn des Sommers sollte eine zweite Rasendüngung durchgeführt werden, da zu diesem Zeitpunkt wieder mit einem großen Nährstoffbedarf zu rechnen ist.

Das Ausstreuen des Düngers sollte gleichmäßig erfolgen. Im Anschluss ist es wichtig für ausreichend Feuchtigkeit zu sorgen, damit sich der Rasen nach den Maßnahmen gut regenerieren und wachsen kann. Tipp: Kurz vor bzw. während eines leichten Regenschauers düngen.


Schritt 5: Einsäen
Häufig hinterlässt der Winter Rasenlöcher oder braune Stellen auf der Rasenfläche. Aus diesem Grund empfiehlt es sich diese Lücken nach dem Vertikutieren und Düngen mit frischem Grassamen zu schließen. Das Einsäen sollte erst bei konstant milden Bodentemperaturen durchgeführt werden – über acht Grad Celsius werden empfohlen. Nach dem Säen sollten die nachgesäten Stellen konstant feucht bleiben. Bei Trockenheit sollte nachgewässert werden und Sie dürfen den Rasen eine Weile nicht betreten, damit die Grassamen keimen können.

 

TIPP: Sollte der Boden sehr hart und lehmig sein und Ihr Rasen wächst nicht so, wie Sie es sich wünschen, kommt Aerifizieren in Frage. Hier geht es der Verdichtung mit bis zu 10 Zentimeter langen Bodennägeln an den Kragen. Nachdem der Boden ausreichend „belüftet“ wurde ist eine fachgerechte Nachsorge unabdingbar. Je nach Intensität der Belüftung entstehen kahle Stellen, die sich zügig schließen, wenn die Rasenfläche nach dem Sanden organisch oder mineralisch-organisch gedüngt wird. Größere Lücken werden idealerweise mit einer Nachsaat repariert.


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